Berlin (West)
Nachdem die deutschen Streitkräfte kapituliert hatten wurde die ehemalige Reichshauptstadt Berlin aus dem Gebiet des besetzten Deutschlands ausgegliedert und bekam eine eigene Vier-Mächte-Verwaltung. Auch das Postwesen wurde durch den Magistrat der Stadt Berlin verwaltet. ( siehe Brandenburg und Berlin vor SBZ). Die politischen Ereignisse durch die sowjetische Währungsreform vom 24.06.1948 führten zu der Spaltung in einen West- und einen Ostteil der Stadt. Für West-Berlin wurden nach kurzem eigene Postwertzeichen geschaffen, während der Ostteil der Stadt die Ausgaben der Sowjetischen Besatzungszone und nur diese im Postverkehr verwendete und schließlich völlig in das Gebiet der DDR integriert wurden. In den drei westlichen Besatzungszonen hatte die Währungsreform das Gebiet von Groß-Berlin nicht einbezogen, die sowjetische Besatzungszone schloß das gesamte Stadtgebiet von Groß-Berlin ein. Von den westlichen Alliierten wurde dies nicht anerkannt. Eine eigene Währungsreform wurde stattdessen am 25.06.1948 verfügt. Weiterhin blieb die Ostmark jedoch ein gültiges Zahlungsmittel und auch alle Postwertzeichen der SBZ blieben in West-Berlin frankaturgültig. Bestimmte Postgebühren konnten ab 28.12.1948 nur noch in DM (West) entrichtet werden. Mit einer zweiten Währungsreform wurde die DM (West) am 21.03.1949 zum alleinigen Zahlungsmittel erklärt. Die eigenen Ausgaben waren ab 21.03.1949 für Berlin in DM-(West)-Währung gültig, bereits ab 27.10.1949 wurden die Ausgaben der Bundesrepublik Deutschlands sowie die noch gültigen Wertzeichen der Länder der französischen Zone und der Bizone zur Frankatur auf Sendungen in die Westzonen zugelassen. West-Berlin blieb nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland eine eigenständige politische Einheit, wurde jedoch allmählich dem Bundesgebiet angegliedert. Eigene Postwertzeichen wurden zwar bis Ende 1990 beibehalten, allerdings hatten diese und die bundes-deutschen wechselseitige Frankaturgültigkeit. Die Marken der Deutschen Demokratischen Republik durften vom 02.07.1990 bis 31.12.1991 mit Inschrift "DDR" auch im gesamten Bundesgebiet sowie in Berlin (West) verwendet werden. Die Ausgaben der Deutschen Bundespost Berlin durften gleichzeitig auch in der DDR verwendet werden.
PoSelbständige stämter:
Berlin SW 11, W15, N20, NW 21, SW29, W30, W35, SO36, NW 40, SW 61, N65, SW 68, SW 77, NW 87, -Borsigwalde, -Britz 1, -Charlottenburg 1, 2, 4, 5, 7, 9, -Dahlem, -Friedenau 1, -Frohnau 1, -Grunewald 1, -Halensee 1, -Hermsdorf 1, -Kladow, -Lankwitz 1, -Lichtenrade 1, -Lichterfelde 1, -Mariendorf, -Marienfelde, -Neukölln 1, -Nikolassee, -Reinickendorf, -Rudow, -Schlachtensee, -Schmargendorf, -Schöneberg 1, -Siemensstadt, -Spandau 1, -Staaken, -Steglitz 1, -Tegel 1, -Tempelhof 1, -Waidmannslust, -Wannsee 1, -Wilmersdorf 1, -Wittenau, -Zehlendorf
Berlin ist ein abgeschlossenes Sammelgebiet.
Deswegen ist die Aufteilung auf 4 Unterkategorien beschränkt. Berlin wurde mit der Grenz-öffnung der Deutschen Demokratischen Rebublik de Facto eingestellt. Es wurden zwar noch Briefmarken gedruckt und verkauft aber unter der Bezeichnung Deutsche Post und das war es dann.
1948 - 1969 1970 - 1990 Zusammendrucke Automatenmarken
Weitere Unterkategorien:
|